Österreichische Bischofskonferenz trennt sich von fossilen Brennstoffen

März 21, 2019

Kardinal Christoph Schönborn, Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, kündigt heute an, dass die Österreichische Bischofskonferenz die Veräußerungsverpflichtung des Global Catholic Climate Movement unterzeichnen wird.

Kardinal Schönborn

Die Österreichische Bischofskonferenz wird sich von allen Unternehmen trennen, die fossile Brennstoffe (Kohle, Öl und Erdgas) fördern oder produzieren. Dieser Beschluss umfasst alle Finanzinvestitionen der Bischofskonferenz, aller österreichischen Bistümer und aller anderen Institutionen in ihrem Bereich.

Weltweit sind katholische Institutionen führend bei der Umsetzung konkreter Schritte zur Bewältigung der Klimakrise. Österreich ist die dritte Bischofskonferenz, die nach Belgien und Irland ihre Trennung von fossilen Brennstoffen ankündigt.

Diese Bischofskonferenzen schließen sich fast 120 weiteren katholischen Institutionen an, die sich bereits davon getrennt haben, darunter auch große deutsche katholische Banken. Diese mehr 120 katholischen Institutionen führen insgesamt rund 1.000 Institutionen weltweit an, die sich insgesamt von Werten von über 8.5 Billionen Dollar getrennt haben.

Die österreichische Entscheidung folgt einer Vatikan-Konferenz über die Ziele nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen, zu denen auch dringende Maßnahmen gegen den Klimawandel gehören. Sie folgt kraftvollen Aussagen von Papst Franziskus zur Energienutzung, wie seiner Erklärung an CEOs fossiler Brennstoffe, “die Zivilisation Energie braucht, aber die Energienutzung die Zivilisation nicht zerstören!”

Kardinal Christoph Schönborn sagte heute: “Kirchliche Finanzmittel dürfen keine zerstörerische Wirkung auf das Klima haben.” (Das gesamte Statement von Kardinal Schönborn finden Sie hier).

Dazu Tomás Insua, Geschäftsführer von Global Catholic Climate Movement: “Die Entscheidung der Österreichischen Bischofskonferenz sich von Investitionen in fossile Brennstoffe zu trennen ist eine vorausschauende Einstellung zur Klimagerechtigkeit. Die weltweite katholische Gemeinschaft übernimmt mutig die Führung, um die schutzbedürftigen Menschen zu schützen, die dringend nach Veränderung verlangen. Wir haben nur wenige Jahre Zeit, um das Rad der Treibhausgasemissionen zurückzudrehen und die vorausschauende Führung durch die Bischöfe Österreichs ist ein großer Schritt in die richtige Richtung.”

Anja Appel, Leiterin der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz (KOO), sagte: “Wir Christen und unsere Institutionen haben die Verantwortung für die Schöpfung zu sorgen und auf globale Gerechtigkeit hinzuarbeiten. Wir gehören zu dem Teil der Weltbevölkerung, der den größten Teil der Treibhausgasemissionen verursacht, und deshalb gehört es zu unserer Verpflichtung die Hauptursache zu bekämpfen – die Nutzung fossiler Brennstoffe. Dieser wichtige Schritt zeigt das folgerichtige Bemühen der österreichischen Bischöfe, die Anforderungen des Pariser Klimaabkommens zu erfüllen”t; Die vollständigen Stellungnahmen von Bischof Freistetter und Anja Appel finden Sie hier.